Versicherungsportal für Reiserücktrittsversicherungen mit allen Testsiegern

Nachrichten

Schwangerschaft und Reiserücktrittsversicherung

Die Reiserücktrittsversicherung leistet, wenn Krankheit den Reiseantritt unmöglich macht. Aber was ist eigentlich im Falle einer Schwangerschaft bzw. welche Rechte auf Leistungen gibt es hier – und vor allem wann?

Schwangerschaft gilt zunächst nicht als Krankheit

Eine Schwangerschaft, die einen normalen Verlauf nimmt, gilt nicht als Krankheit. Für Frauen heißt das damit, dass sie bei der Buchung einer Reise und einer bereits bestehenden Schwangerschaft dem Versicherer hierzu keine Angaben machen müssen. Sind bisher keine Komplikationen aufgetreten, kann die Schwangere bei einer normalen Reisebuchung, bei der keine erhöhten Anforderungen an Fitness und Belastbarkeit gestellt werden, davon ausgehen, dass sie diese Reise problemlos antreten kann. Das heißt allerdings auch, dass man aufgrund einer normal verlaufenden Schwangerschaft zunächst einmal von dieser Reise grundsätzlich nicht zurücktreten und die Reiserücktrittsversicherung zur Begleichung der entstandenen Stornokosten heranziehen kann.

Und wie sieht es bei Komplikationen innerhalb der Schwangerschaft aus?

Treten im Rahmen der Schwangerschaft und nach Buchung der Reise bzw. Abschluss der Reiserücktrittsversicherung plötzlich Komplikationen wie verfrühte Wehen oder andere gesundheitliche Probleme auf, die vorher nicht bestanden und auch nicht abzusehen waren, dann kann die Schwangere die Reiserücktrittsversicherung für diesen Fall zur Leistung heranziehen. Wichtig ist es, dass in diesem Fall ein ärztliches Attest vorliegt, in dem bestätigt wird, dass die Schwangere aufgrund der Komplikationen die gebuchte Reise aus medizinischer Sicht nicht antreten darf. Die Reiserücktrittsversicherung darf in diesem Fall die Leistung nicht mit dem Argument verweigern, dass die Schwangerschaft schon bei der Buchung der Reise bestanden habe und dass nur eine schwere Erkrankung als Versicherungsfall akzeptiert wird. Unverhofft auftretende Komplikationen innerhalb einer Schwangerschaft werden aus rechtlicher Sicht als schwere und nicht vorhersehbare Erkrankungen gewertet.