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Reise muss so schnell wie möglich storniert werden

Ein aktuelles Gerichtsurteil (Az.: 922 C 178/12) aus Hamburg dürfte von großem Interesse für jede Person sein, die gerne reist und sich dabei ganz auf den Schutz einer Reiserücktrittsversicherung verlässt, um gegen unerwartete Entwicklungen gewappnet zu sein. Die Quintessenz des Richterspruches aus der Hansestadt lautet: Kann man eine Reise nicht antreten, muss man die Buchung so schnell wie möglich – also tunlichst sofort – zurücknehmen. Macht man dies nicht, muss die Versicherung ihre Geldbörse nicht öffnen – zumindest nicht so weit, wie erhofft. 

Der Streitfall

Geklagt hat eine Frau, die im Herbst 2011 eine Reise nicht antreten konnte, da sich die Wunde ihres Ehemannes, der Anfang Juli des Jahres am Knöchel operiert worden ist, im August entzündete. Eigentlich schien das Problem aber noch im August zu verschwinden, weshalb die Frau die für Oktober geplante Reise nicht stornierte. Im September schwoll der Knöchel erneut an. Die Frau zog nun die Notbremse. Die Versicherung zahlte allerdings nur die Kosten, die bei einer Stornierung im August fällig geworden wären – und bekam damit Recht.

Der Richterspruch

Die Richter in Hamburg St.Georg urteilten, dass die Frau die Reise sofort in dem Moment hätte absagen müssen, als der Versicherungsfall eingetreten sei. Dieser hätte sich allerdings bereits im August durch die Entzündung ergeben – und nicht erst im September durch die neuerliche Komplikation. Die Versicherung sei selbstverständlich nur dazu verpflichtet, die Kosten zu tragen, die sich beim Versicherungsfall einstellen. Spätere Mehrkosten könne man ihr nicht mehr anlasten. Diese seien das Risiko der Versicherungsnehmer.