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Einschluss der Reiserücktrittsversicherung bei Online-Flugreisebuchungen

Automatischer Einschluss der Reiserücktrittsversicherung bei Online-Flugreisebuchungen künftig nicht mehr zulässig. Die Buchung von Reisen über das Internet ist inzwischen sehr geläufige Praxis und eine gute und oft preiswerte Alternative zur Reisebuchung über das Internet. Gerade bei Zusatzleistungen war man aber im Internet oftmals dem Anbieter ausgeliefert – wie beispielsweise bei der Reiserücktrittversicherung. Die wurde einfach in die Buchung mit aufgenommen, ohne dass der Kunde sich überhaupt in Anspruch nehmen wollte. Hier haben sich nun gesetzliche Änderungen ergeben.

Keine automatische Reiserücktrittsversicherung mehr

Wird heute eine Flugreise über das Internet verkauft, dann darf der Anbieter nicht mehr automatisch eine Sonderleistung wie die Reiserücktrittsversicherung mit einschließen. Als gesetzlich zulässig gelten nur die sogenannten Opt-in-Lösungen, das heißt nur die, bei der ein Kunde die Option der Sonderleistung wie die Reiserücktrittsversicherung eigenständig mit buchen kann. Damit sind Onlinebucher nun den Reisenden gleichgestellt, die über das klassische Reisebüro ihre Flugreise buchen und dort auch die Wahl zwischen Verzicht oder Nutzung der Reiserücktrittsversicherung haben.

Kostentransparenz bei Flugreisebuchungen hat Priorität

Nachzulesen ist die Entscheidung im Gerichtsurteil des Europäischen Gerichtshofs – kurz EuGH – im AZ C-112/11. Die Entscheidung für den Verbraucher ist hieraus kürzlich erst gefällt worden, nachdem der Verbraucherzentrale Bundesverband mit einem Reiseanbieter in einen Rechtsstreit über die automatische Buchung von Reiserücktrittsversicherungen bei Onlinebuchungen von Flugreisen gegangen war. Kunden des Anbieters bekamen bei der Buchung ihrer Reise eine komplette Aufstellung der entstehenden Kosten zu sehen – enthalten war hier automatisch immer die Reiserücktrittsversicherung. Da das EU-Recht allerdings gerade bei Flugreisen Transparenz für Verbraucher schaffen will und Preise vergleichbar sein sollen, war die automatische Buchung der Reiserücktrittsversicherung aus Sicht der Verbraucherzentrale nicht zulässig. Für den Verbraucher soll also der Gesamtbetrag des Fluges hinsichtlich Preise und Gebühren zu erkennen sein – Zusatzleistungen wie Reiserücktrittsversicherungen würden dieses Bildverwischen.